Freitag, August 26, 2005

Neuqualen

Das Karlsruher Bundesverfassungsgericht hat am gestrigen Tage erwartungsgemäß grünes Licht für die geplanten, vorgezogenen Neuwahlen am 19. September 2005 gegeben.
So weit, so sinnvoll.


Schaut man sich auf diesem Hintergrund allerdings einige der aktuellen Wahlwerbespots verschiedener Parteien an, kommt schnell Fassungslosigkeit die Frage auf: Na, ob das wohl gut geht?

WZ distanziert sich hiermit explizit von den in den verlinkten Wahlwerbespots getätigten Äußerungen / Meinungen. Für den Inhalt der Spots sind die jeweiligen Parteien verantwortlich.

Donnerstag, August 25, 2005

Links der Realität

Wie wir erfahren haben, hat die uns ja am Herzen liegende Linkspartei ihre leicht realitätsfremde Forderung von "mindestens 1400 EUR" für jeden im Monat der "Realität angepasst".

1000 EUR heisst es da jetzt.

Wer sich den gesammelten Unsinn in Kurzform einmal verinnerlichen möchte, der kann es jetzt hier als MP3 hören oder hier als PDF lesen.

Und da Wahlkampf ist und der Populismus grüsst, hat sich die Linkspartei nun auch der (schon im Jahre 2000 gestarteten) PDS Kampagne "Nazis raus aus dem Internet" angenommen. Die Idee an sich ist gut, die Umsetzung könnte aber schnell lächerlich wirken.

Auf der unterschriftenlistenmässig gestylten Website haben sich denn auch seriöse Befürworter der Aktion a la "Die Sprudelwasserpage", die "Niedertracht Pogo Punks" oder die "Bergbanditen" verewigt.
Und das waren noch harmlose Beispiele.

Copyright der MP3/PDF Dateien by Shortbooks

Dienstag, August 23, 2005

Hochmusikwasser

Wähle ich Kanal "202" auf meinem Satellitenreceiver, passiert stets etwas seltsames:
Ich sehe die Bilder des WDR, die Audiospur wird allerdings von einem wohl auch über ASTRA sendenden Radiosender überlagert.

So passierte es dann gestern dass ich, etwas verwirrt ob der falschen Senderwahl, Bilder der derzeitigen Hochwassergebiete sah, während es die "perfekte Welle" dazu schallte.

Grotesk.

Dienstag, August 16, 2005

Reif für die Insel?

Derzeit auf 35mm Filmrollen durch die Kinoprojektoren rollt der Film "Die Insel". Trotz der Tatsache, dass Michael Bay leider, oder vielleicht gar nicht so unüberraschend, ein bisschen viel Action für ein ganz anders gemeintes Drehbuch bietet, zeigt "Die Insel" an sich ein schönes Szenario der Abstumpfung.

Eine gezüchtetes Kollektiv von Klonen lebt, kommerziellen Interessen dienend, stupide Tag für Tag vor sich hin - arbeitet und nimmt die Situation als "gegeben" hin, ohne die Arbeit, den Sinn oder die Abläufe der "Umwelt" überhaupt zu hinterfragen.

Das dies nicht besonders weit hergeholt ist, dokumentieren die Kollegen vom Bildblog täglich.

Die Empfehlung: Anschauen.

Donnerstag, August 11, 2005

Die Zukunft der Musikindustrie

Ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter, Ausblick auf die Zukunft der Musikindustrie, welche ihre Felle davonschwimmen sieht, sich aber schwer tut attraktive und damit akzeptierte legale Alternativangebote zu schaffen.


2002: Als beste Künstler werden Madonna, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Cher und Santana ausgezeichnet. Zu den Top-Hits gehören Westlife mit “Uptown Girl”, die No Angels mit “All Cried Out”, Kelly Osbourne mit “Papa Don't Preach”, Madonna mit “American Pie”.

Die Musikindustrie erfährt zum ersten Mal nach einer langen Boomzeit einen Umsatzrückgang. Als Hauptursachen macht sie das in Mode gekommene Kopieren von CDs und das Tauschen von Musikdateien im Internet verantwortlich. Um den Kids klar zu machen, dass das Kopieren von Musik letzendlich die Künstler schädigt, startet die Industrie die Kampagne Copying Music is Killing Music.

2003: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Nena, Kim Wilde, Ozzy Osbourne und Metallica als beste Künstler aus. Das Album Nr. 1 ist Nena mit Remixen ihrer größten Hits. In den Hitparaden finden sich neben Alexander, Juliette und Daniel K. auch Jeanette Biedermann mit “Rock my Life”, das stark nach Roxette klingt.

Weiterhin gehören Lichtenfels mit “Sounds like a Melody”, Outlandish mit “Aicha”, Kraftwerk mit “Tour de France 2003”, KCPK mit “We will Rock You” und Murphy Brown mit “Axel F 2003” und Culture Beat mit “Mr. Vain Recall” zu den Tophits.

Die meisten CDs haben Kopierschutz. Seit August ist das Kopieren kopiergeschützter CDs verboten, ebenso das Herunterladen von Musik aus dem Internet. Der Umsatz der Musikindustrie geht laut ihren Angaben um weitere 15% zurück, besonders betroffen sind Hit-Kompilationen mit 47%.

2004: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen, DJ Bobo, Marianne Faithfull und Pur aus. In den Charts stehen das Hollywood Dance Project mit “Relax Reloaded”, Kajagoogoo mit “Too Shy 2004”, Nena mit Haus der 2004 Sonnen“ und Nico W aus ”GZSZ“ mit ”Ich vermiß Dich wie die Hölle“ lange Zeit ganz oben.

Mit Hilfe einer automatisierten Sauger-Suche kann die Musikindustrie sämtliche Nutzer von Tauschbörsen ausfindig machen. Fünf Millionen Haushalte in Deutschland erhalten daraufhin Post des Münchner Anwalts G., der ultimativ die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung einfordert und die Erstattung von Auslagen über 583,74 Euro.

Die Tauschbörsen brechen zusammen. Über die Hälfte aller T-DSL-Anschlüsse wird gekündigt. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 10% zurück.

2005: Es werden Herbert Grönemeyer, Tom Jones, die Supremes, Suzi Quatro und Elvis Presley als Künstler des Jahres ausgezeichnet, dazu Status Quo mit dem Innovationspreis des Musiker-Managements. Die Charts führen an Peter Maffay mit ”So bist Du 2005“, Roberto Blanco mit ”Ein bißchen Spaß muß wieder mal sein“ und Zarah Leander mit ”Ich weiß, auch 2005 wird kein Wunder gescheh'n.“

Der Umsatz der Musikindustrie schrumpft erneut um 50%. Die Trend-Scouts entdecken, dass unter den Jugendlichen 60er- 70er- 80er und 90er-Revivals in sind. Sie treffen sich zu FlowerPower-, Disco-, New Wave- und Rave-Parties und hören die LPs / CDs ihrer Eltern.

Original-CDs und LPs der vergangenen vier Jahrzehnte werden verstärkt bei Ebay gehandelt. Es wird vermutet, dass die Kids die CD erwerben, kopieren und dann weiterverkaufen. Das ist legal, da die alten CDs keinen Kopierschutz haben und nur Originale angeboten werden.

2006: Die Musikindustrie bringt ein neues Tonträgerformat heraus: Die Smart CD. Sie benötigt spezielle Abspielgeräte mit Internet-Anschluß. Die Smart-CDs lassen sich nur abspielen, nachdem vorher eine Lizenz über das Internet gekauft wurde. Lizenzen gibt es nur noch temporär, es ist nicht mehr möglich, ein Musikstück ”für immer“ zu erwerben. Dafür werden die Smart-CD-Spieler im Bundle mit einem Musik-Abo für einen Euro angeboten.

Als erfolgreichste Künstler werden Herbert Grönemeyer, die Scorpions, Mark Oh, Oli P. und Peter Kraus ausgezeichnet. Die Charts werden beherrscht durch Songs wie ”Flugzeuge im Bauch Ultimate Edition“ mit Herbert Grönemeyer, Oli P. und Xavier Naidoo, ”You Keep Me Hanging On“ mit den Supremes, Kim Wilde und Sinema sowie ”Anyplace, anywhere, whatever“ von Nena, Kim Wilde und Jan Delay.

Aus Anlaß der Fußball-WM wird mit großem Marketing-Aufwand eine neue Latino-Salsa-Welle propagiert, mit Carlos Santana und Richie Valens (”La Bamba World Cup 2006 Mousse T. Remix“ als Galionsfiguren. Obwohl Brasilien zum sechsten Mal planmäßig Weltmeister wird, hat die Welle nur mäßigen Erfolg.

Der Absatz der Musikindustrie sinkt weiter.

2007: Mit Hinweis auf die vielen bedrohten Arbeitsplätze setzt die Musik-Lobby ein Gesetz durch, nachdem der Rückruf einmal erteilter Lizenzen möglich ist. Prompt widerruft die Industrie alle bisher erteilten Lizenzen auf nicht kopiergeschützte Tonträger. Damit werden alle älteren CDs und alle LPs illegal, ebenso Plattenspieler und CD-Spieler, die nicht dem Smart CD-Standard entsprechen. Im Austausch für ihre Original-CDs bietet die Industrie CD-Besitzern eine Einjahreslizenz für die auf der CD vorhandene Musik an.

Nach einer erneuten Abmahnwelle der Kanzlei G. aus M. bricht der Tonträgerhandel über eBay zusammen. Auf die Veröffentlichung von Charts und die Auszeichnung von Künstlern wird verzichtet. Zunächst einmal müssen die Lagerbestände alter CDs abverkauft werden.

2008: Musik wird in Deutschland nur noch im Radio oder bei Konzerten gehört. Das Radio verliert aber an Popularität, seit die Industrie die Sender zwingt, nur noch neueste Produktionen zu spielen und über diese drüberzusprechen, damit das Aufnehmen mit Tapedecks verhindert wird. Konzerte sind fast unbezahlbar geworden, da das gesamte Management überproportional von den Eintrittspreisen mitbezahlt werden muß.

Dagegen häufen sich die sogenannten Open Jams, spontane Zusammenschlüsse von Hobby-Musikern, die auf öffentlichen Plätzen mit Gitarre, kleinem Schlagzeug, Keyboard, Saxophon etc. Musik spielen und von begeisterten Zuhörern gefeiert werden.

2009: Die Musiklobby setzt beim Gesetzgeber das Verbot öffentlicher und privater Performance urheberrechtlich geschützen Materials durch. Musikinstrumente werden mit einer Urheber-Abgabe belegt, da man ja eine Gitarre etwa zum Raub-Abspielen von z.B. Stones-Songs mißbrauchen kann.

Making music is killing music lautet die begleitende Kampagne, die den Leuten Unrechtsbewußtsein beibringen soll.

2010: Um Arbeitsplätze bei Musikern zu schützen, wird Musikunterricht rationiert: Es dürfen nur noch so viele Nachwuchsmusiker ausgebildet werden, wie der Markt braucht. Da dieser schneller schrumpft als die Musiker wegsterben, bedeutet das faktisch ein Verbot des Musikunterrichts. Hunderte Musikschulen werden geschlossen.

2011: Sarah Connor versucht mit ”Terminate Me“ einen neuen, zur Abwechslung mal nicht gecoverten Song herauszubringen, wird aber dafür von den Anwälten der Musikrechteinhaber verklagt, die es nicht erlauben, dass neue Urheber am immer kleiner werdenden Kuchen mitverdienen wollen.

Composing music is killing music heißt das Schlagwort der Inhaber alter Rechte. Sarah Connor gewinnt den Rechtsstreit, wird aber kurz darauf unter mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden. Von nun an traut sich niemand mehr, neue Songs zu schreiben.

2012: Die Eltern des 6-jährigen Wolfgang Amadeus Moherb, des ”Jugend-musiziert“-Siegers, werden zu 150.000 Euro Schadenersatz an die Musikindustrie verurteilt, weil sich herausgestellt hat, dass ihr Kind bereits seit eineinhalb Jahren musiziert, also nach dem Inkrafttreten der Unterrichts-Rationierung.

Seine Lehrerin, die Violinistin Anne-Sophie Mutter, entzieht sich einer Gefängnisstrafe durch Flucht in den Irak, dem einzigen Land, das nicht unter Kontrolle der westlichen Wertegemeinschaft und damit der Musikindustrie ist.

2020: Nahezu jede tonliche (Meinungs-)Äußerung, darunter Motorgeräusche, Trittschall, Türschließgeräusche und gesprochenes Wort, sind unter urheberrechtlichen Schutz gefallen. Eine Tür zumachen darf quasi nur noch, wer nachweisen kann, dass der dabei erzeugte Schall nicht dem von P. patentierten ähnelt.

Die einzigen lizenzfreien Worte sind ”der“, ”die“, ”das“, ”und“ und ”hallo“. Die Gespräche von Menschen, die sich das Deutsche Sprache Abo nicht leisten können, sind daher fast unverständlich geworden. Überhaupt ist es sehr still geworden, da fast jede Schallerzeugung das Risiko einer Abmahnung durch den Münchner Justizkonzern ”G. & Söhne“ mit sich bringt.

Die Anwälte der ”Ton und Schall Industrie"-Gemeinschaft machen Jagd auf Park- und Waldbesitzer, die in ihren Anwesen das illegale Singen von Vögeln dulden.

Montag, August 08, 2005

Kleine Wahlhilfe

Christdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.

Sozialist:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Sozialdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.

Freidemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und?

Kommunist:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.

Kapitalist:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.

EU Bürokratie:
Sie besitzen zwei Kühe. Die EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.

(c) by gefunden in den Tiefen meiner täglich überquellenden Inbox.

Hart aber sachlich falsch

Schon länger in den Kinos findet sich die "Raubkopierer sind Verbrecher" Kampagne eines der aktuell para-offiziell agierenden "Interessenverbände" (wie etwa auch Pro-Music, IFPI, RIAA), die entweder durch abenteuerliche Aktionen oder hahnebücherne Forderungen von sich Reden machen.

Neben den teilweise sogar tatsächlich amüsanten Spots, in denen die Kinder ihrem Vater "Happy Birthday" in den Knast brüllen, begeht die "Initiative zum Schutz des Originals" jedoch einen kleinen sachlichen Fehler:

Raubkopierer sind gar keine Verbrecher.

Die hier wohl gemeinte Urheberrechtsverletzung ist per Legaldefinition des StGB gar kein "Verbrechen" (anders als etwa Mord). Egal, denn es klingt gut.

Ergänzung: So schlecht kann es der Industrie übrigens doch noch nicht gehen, da es sich die IFPI wohl leisten konnte, ungefähr jede TLD als Landeskürzel registrieren zu lassen. Dies ist sinnvoll.

Donnerstag, August 04, 2005

Die Linkspartei, oder: Wie soll denn das bitte gehen?

Zugegeben, etwas seltsam mutete es bereits neulich an: Da sah man vor einiger Zeit eine "Vertreterin" der "Linkspartei" bei einer politischen Diskussion im Fernsehen. Neben den roten Haaren fiel, selbst bei nur beiläufigem Zuhören, die relative Inhaltsleere ihrer "Bei"träge auf.

Blankes Entsetzen Ein richtiges Stirnrunzeln verursachte heute allerdings das Wahlprogramm besagter Linkspartei mit den darin enthaltenen Forderungen, dass auf meinen Schreibtisch flatterte.
Man fragt sich da ganz objektiv: Wie soll denn das bitte gehen?

Kurz resümiert, Schlagworte und Forderungen:
  • "Zwang zur Arbeit lehnen wir ab"

  • Keine Kriegseinsätze in aller Welt, dafür ein "Green Corps zur Katastrophenhilfe"
    [Anm: Zwecks weiterführender internationaler Ausgrenzung]

  • Das "Kartell der sozialen Kälte" will Rentnern, Arbeitslosen und Arbeitnehmer an den Kragen

  • Die Agenda 2010 stehe für "Wahlbetrug und Entsolidarisierung". Damit habe sich die SPD "von sozialdemokratischen Grundsätzen verabschiedet".

  • Union und FDP wollen die Gesellschaft noch mehr spalten
    [Anm: Aha?]

  • Keine Zwänge und Demütigungen mehr in 1-EUR Jobs, denn diese sollen dort anfallen "wo für die Privatwirtschaft Dienstleistungen für Einzelne oder für das Gemeinwesen nicht rentabel sind"
    [Anm: Sprich dort, wo die Idee der Ein-Euro-Jobs sowieso angesiedelt war]

  • Mehr Lohn bei kürzen Arbeitszeiten
    [Anm: Was sicher gut funktionieren wird]

  • Kindertagesstätten kostenlos plus ein Rechtsanspruch auf einen KiTa Platz
    [Anm: ...?!]

  • aber das Highlight kommt abschliessend:
    Einen Spitzensteuersatz ab 60.000 EUR Jahrseinkommen von 50%
Lässt man dies ein wenig sacken kommt die erste Frage auf, passend zu einem alten Schlager:

Wer soll das bezahlen?

Danach folgt unmittelbar:

Wer glaubt daran?

Neben der leidigen Diskussion, "Besserverdienende" höher zu besteuern und so für die finale Abwanderung sämtlicher Leistungsträger zu sorgen [Paradoxon: Warum soll ich mehr Leistung bringen, nur um weniger davon zu haben?] reiht dieses Programm einen Irrealismus an den anderen und ist ein erschütternder Beleg für die Versumpfung des Denkens. Lösungsansätze gibt es keine, es geht hier um Populismus und Macht. Neokommunismus grüßt.

Da wundert es auch nicht, dass Oskar wieder vorne mit dabei ist.
[Anm: Nachdem er bereits früher schon mehrmals das Handtuch geworfen hat]


Es erreichte mich folgende Ergänzung: Das Wort "Sozialismus" kommt nicht mehr im Wahlprogramm vor - vielleicht fürchtet man die negative Asoziierung mit "damals". Die neue Domain linkspartei.de leitet dann auch schon astrein um.
Auf sozialisten.de