1&1 macht 2!

Ein schönes Beispiel in puncto Kundenunorientierung liefert uns derzeit der Internetdienstleister 1&1, zur Gruppe United Internet gehörend.
Zur Erinnerung: Zu genau dieser Gruppe gehört auch jener grosse E-Mail Dienst mit den drei Buchstaben im Namen, bei welchem man, sinngemäß vorher ein Auto kaufen oder zumindest eine Reise buchen muss, bevor man sich auf der Webseite zu seinen E-Mails gehangelt hat.
Vielleicht in Anlehnung dessen bietet 1&1 seinen (zahlenden) DSL Kunden nun "echten Mehrwert", nämlich das 1&1 Portal.
Wohlgemerkt aber nicht freiwillig, sondern zwingend.
Das heisst: Bei jedem Verbindungsaufbau in's Internet bekommt man, egal wohin man eigentlich surfen möchte, das 1&1 Portal mit dem besagten echten Mehrwert präsentiert.
Dieser besteht aus "Mehrwert in Form von Informationen, Shopping- und Service-Angeboten rund um die Uhr", der den Kunden damit geboten würde, so die Medienvertreterin.
Da man in der Unternehmenszentrale in Montabaur aber wohl fürchtete, dass diese Zwangsseite unter Umständen zu einer Kündigungsflut führen könnte, gibt es für den Kunden die Möglichkeit, das Portal abzustellen.
Im Internet. Im 1&1 Konfigurationsmenü.
(dessen Logout groteskerweise auf das 1&1 Portal führt)
Strafe muss jedoch sein und so ist der Kunde genötigt, bei Abstellung des "echten Mehrwehrts" echten Mehraufwand zu treiben und die Zugangskennung zum Internet in seinen Geräten fortan manuell zu ändern.
Für diesen Schwachsinn erhält 1&1 unseren
"Wirklichkeitszerrung Preis 2005".
Wir gratulieren!

